Wichtige Punkte
Wählen Sie die 360 Pro, wenn Ihr kleiner Raum einen Tisch hat, an dem Menschen rundum sitzen – die Wandbar sieht immer nur eine Seite.
Wählen Sie die MeetUp 2, wenn Ihr Raum wie ein Mini-Kino bestuhlt ist (alle schauen zur selben Wand) oder Sie 4K-Ausgabe und HDMI-Anschluss brauchen.
Der blinde Fleck einer 120°-Wandbar liegt nicht am Rand, sondern direkt unter der Kamera – dort sitzen in kleinen Räumen meist die wichtigsten Gesprächspartner.
Beide Geräte sind Plug-and-Play; der eigentliche Unterschied ist die Perspektive: Wand-Bühne oder Tischmitte.
Montag, 9:30 Uhr, wöchentliches Team-Meeting im kleinen Besprechungsraum: Sechs Leute, ein Tisch, und an der Wand unter dem Display hängt die Videobar. Die zwei Kolleginnen, die am kopfseitigen Ende sitzen – direkt unter der Kamera –, sind für die zugeschalteten Kunden praktisch unsichtbar. Nach zehn Minuten fragt der Kunde zum dritten Mal, ob „die Dame mit den Zahlen" noch im Raum sei. Sie ist es. Die Kamera sieht sie nur nicht.
Wer nach einer Logitech MeetUp Alternative sucht, hat meist genau dieses Problem erlebt – nicht ein Qualitätsproblem, sondern ein Geometrieproblem. Die MeetUp 2 ist eine der besten kompakten Videobars auf dem Markt. Aber eine Bar an der Wand sieht den Raum immer nur aus einer Richtung. Die kompakte All-in-One-Konferenzkamera Nuroum 360 Pro wählt den entgegengesetzten Ansatz: 360°-Linse aus der Tischmitte. Dieser Vergleich zeigt, wann welcher Ansatz gewinnt – und wann Sie bei Logitech bleiben sollten.
Das Ergebnis in 10 Sekunden
| Kriterium | Nuroum 360 Pro | Logitech MeetUp 2 | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Kamera & Sichtfeld | 360°-Fisheye (235° FOV), 50 MP, 1080p-Ausgabe | 4K, 120° diagonal (113° horizontal), 4× Digitalzoom | 360 Pro bei Tischbestuhlung rundum, MeetUp 2 bei Frontbestuhlung |
| Mikrofon & Sprachverständlichkeit | 6-MEMS-Array rundum, ca. 5,5 m | 6 MEMS-Mikros, 5 Beams, bis 7 m Reichweite | MeetUp 2 bei großer Distanz zur Wand, 360 Pro bei Rundum-Sprechern |
| Lautsprecher | Integrierter 4-Ω/3-W-Hi-Fi-Lautsprecher | 55-mm-Breitbandlautsprecher, 8 W | Unentschieden – beide füllen kleine Räume |
| KI-Funktionen | 3 Anzeigemodi (Diskussion, Global, Präsentation), Auto-Framing | RightSight 2 Auto-Framing, RightSound 2 | 360 Pro für Sichtbarkeit aller Teilnehmer |
| Installation & Betrieb | USB-C/USB-A Plug & Play, Tischgerät, Fernbedienung | USB-C, zusätzlich HDMI, Ethernet, WLAN; Wand- oder Displaymontage | 360 Pro ohne Montage; MeetUp 2 mit mehr Anschlüssen |
| Raumgröße & Erweiterbarkeit | 3–18 Personen, bis ca. 7 × 5 m | kleine Räume, ca. bis 6–8 Personen im Bild | 360 Pro bei wachsender Raumgröße |
| Gesamtkosten & Budget | ein Gerät, keine Halterung nötig | Gerät plus ggf. Montagezubehör | 360 Pro bei mehreren kleinen Räumen |
Für wen eignet sich die 360 Pro – und für wen die MeetUp 2?
Die 360 Pro passt zu kleinen und mittleren Räumen, in denen Menschen um einen Tisch herum sitzen – der Normalfall in deutschen Büros. Die MeetUp 2 passt zu Räumen mit klarer Front: alle schauen zur selben Wand, die Kamera hängt über oder unter dem Display, niemand sitzt außerhalb des 120°-Keils.
- 360 Pro, wenn Ihr Huddle Room einen runden oder beidseitig besetzten Tisch hat, der Raum auch mal für Workshops umgestellt wird oder regelmäßig mehr als vier Personen teilnehmen.
- MeetUp 2, wenn Ihr Raum wie eine Mini-Leinwand-Situation funktioniert (drei bis vier Stühle, alle Richtung Display), Sie 4K-Ausgabe für große Displays wollen oder die Kamera fest montiert statt auf dem Tisch stehen soll.
Der nicht offensichtliche Punkt: Der blinde Fleck einer Wandbar liegt nicht am Bildrand, sondern direkt unter der Kamera. Gerade in kleinen Räumen sitzen dort oft die Personen, die am meisten sagen – die Moderation, die Projektleitung. Ein 120°-Sichtfeld klingt großzügig, deckt aber nur ein Drittel des Raums ab.
Fünf Alltagsszenarien im direkten Vergleich
| Szenario | Gewinner | Warum |
|---|---|---|
| S1: Huddle Room, 2–6 Personen | Nuroum 360 Pro | Rundum-Sicht erfasst auch die Plätze nahe der „Kamerawand"; bei der Bar hängt es davon ab, wo jemand sitzt |
| S2: Mittlerer Konferenzraum, 6–12 Personen | Nuroum 360 Pro | Die MeetUp 2 ist für kleine Räume konzipiert; zwölf Personen sprengen sowohl ihr Sichtfeld als auch ihre Bestuhlungslogik |
| S3: Großer Raum, 12+ Personen, Erweiterungsbedarf | keines von beiden | Hier gehören modulare Systeme oder größere Bars her – siehe unseren Vergleich mit dem Rally-System |
| S4: Raum ohne festen Rechner (BYOD) | Nuroum 360 Pro | Beide arbeiten per USB; die 360 Pro braucht keine Halterung und ist in Sekunden umgestellt, wenn der Raum anders genutzt wird |
| S5: Mehrere Räume, begrenztes Budget | Nuroum 360 Pro | Kein Montagetermin pro Raum, kein Halterungszubehör – der Installationsaufwand pro Raum entscheidet beim Rollout, nicht der Listenpreis |
Warum S1 trotzdem zur 360 Pro kippt
Man könnte denken: „Huddle Room, vier Leute – da reicht doch die Bar." Stimmt, solange alle artig zur Wand schauen. Aber kleine Räume werden in der Praxis chaotisch genutzt: jemand schiebt den Stuhl seitlich, zwei stehen am Whiteboard, der fünfte quetscht sich ans Tischende. Die 360°-Geometrie verzeiht all das, weil es kein „außerhalb des Bildes" gibt. Im Diskussionsmodus blendet die KI der 360 Pro den aktiven Sprecher groß ein, im Globalmodus sehen Remote-Teilnehmer den ganzen Raum. Die Bar muss für jede dieser Situationen neu ausgerichtet werden – oder ihre KI zoomt ratlos hin und her.
Wo die MeetUp 2 ehrlich stärker ist
Aber es gibt die Gegenrichtung: Wenn Ihr Raum tatsächlich frontorientiert ist – etwa ein kleiner Schulungsraum, in dem alle zum Display schauen –, ist die Tischmitte der falsche Ort für eine Kamera, weil sie dann Gesichter nur von hinten und von der Seite sieht. Dann gehört die Kamera an die Wand, und die MeetUp 2 mit 4K-Auflösung und 4× Digitalzoom liefert das schärfere Einzelbild. Die Geometrie schlägt die Specs – in beide Richtungen.
Technische Daten im Vergleich
Angaben nach den offiziellen Datenblättern beider Hersteller (Stand: Oktober 2026). Preise nennen wir bewusst nicht – sie variieren je nach Händler und Region; die aktuellen Konditionen stehen auf den jeweiligen Produktseiten.
| Merkmal | Nuroum 360 Pro | Logitech MeetUp 2 |
|---|---|---|
| Bauform | Tischgerät (Raummitte) | Videobar für Wand-/Displaymontage |
| Kamera | 360°-Fisheye, 235° FOV, 1/2,0″-Sony-CMOS, 50 MP | Digitalkamera, 120° diagonal / 113° horizontal |
| Videoausgabe | 1080p @ 30 fps, 16:9 | bis 4K |
| Zoom | 3× digital | 4× digital (ePTZ) |
| Mikrofone | 6-MEMS-Array, rundum, ca. 5,5 m | 6 MEMS, 5 Beams, bis 7 m |
| Lautsprecher | integriert, 4 Ω / 3 W Hi-Fi | 55 mm, 8 W, Bassreflex |
| KI-Funktionen | Diskussions-, Global-, Präsentationsmodus; Auto-Framing; Auto-Belichtung/Weißabgleich | RightSight 2, RightSound 2, KI-Rauschunterdrückung |
| Anschlüsse | USB-C/USB-A + DC-Strom | USB-C, HDMI (Ein/Aus), Ethernet, WLAN, Bluetooth LE |
| Bedienung | 4 Touch-Tasten + Fernbedienung | Fernbedienung optional, Logitech Sync |
| Montage | keine nötig (aufstellen) | Multimount im Lieferumfang |
Was die Zeilen in der Praxis bedeuten:
- 235° FOV vs. 120° diagonal: Das Sichtfeld ist bei kleinen Räumen der entscheidende Parameter – wichtiger als Auflösung. Es bestimmt, ob Ihr Gegenüber alle sieht oder nur zwei Drittel des Tisches.
- 1080p vs. 4K: Auf dem 65-Zoll-Display des Kunden sieht ein sauber komponiertes 1080p-Bild aller Teilnehmer besser aus als ein 4K-Bild, in dem zwei Personen fehlen. 4K zahlt sich aus, wenn Sie auf eine einzelne Person zoomen – die MeetUp 2 ist hier stärker.
- 7 m Mikrofonreichweite vs. 5,5 m rundum: Die MeetUp 2 hört weiter in eine Richtung; die 360 Pro hört gleichmäßig in alle Richtungen. Für Tischrunden ist Gleichmäßigkeit mehr wert als Maximaldistanz, weil der leiseste Teilnehmer selten der weiteste ist – oft ist es der, der der Kamera den Rücken zukehrt.
- HDMI & WLAN vs. reines USB: Die MeetUp 2 kann mehr Anschlusswege – das ist Flexibilität für feste Installationen, aber auch mehr Konfiguration. Die 360 Pro reduziert bewusst auf den einen Weg, der in 90 % der Fälle genutzt wird: USB an den Meeting-Laptop.
Was der Wechsel von der MeetUp konkret kostet
- Halterung und Montage: Die MeetUp hängt an Wand oder Display – beim Wechsel bleiben Dübellöcher und eine freie Kabelführung zurück. Die 360 Pro steht ohne Befestigung auf dem Tisch.
- Anschlusslogik umgewöhnen: Wer die MeetUp über HDMI direkt am Display betrieb, stellt auf „Laptop hostet das Meeting" um. Das ist ein simpler Ablauf, sollte aber einmal pro Team gezeigt werden.
- Fernverwaltung: Über Logitech Sync verwaltete Geräte fallen aus der zentralen Übersicht. Für einen kleinen Raum ist das meist irrelevant; wer Dutzende Geräte fleet-weise pflegt, sollte es einpreisen.
- Kein Datenverlust, kein Plattformwechsel: Zoom-, Teams- und Google-Meet-Einstellungen leben in der Software auf dem Rechner – sie bleiben unverändert.
Zwei Fälle, in denen Sie nicht zur 360 Pro greifen sollten
- Frontbestuhlung mit Schulungscharakter: Wenn alle Teilnehmer wie im Kino zur selben Wand schauen und ein Referent vorne steht, gehört die Kamera an diese Wand. Eine Tischkamera filmt dann Rücken und Profile – die MeetUp 2 oder eine andere Wandbar ist hier klar richtig.
- Festinstallation mit Display-Direktanschluss: Wenn der Raum bewusst ohne Laptop auskommen soll und die Kamera per HDMI direkt am Display hängt, brauchen Sie eine Bar mit HDMI-Logik. Die 360 Pro setzt immer einen Rechner voraus, der das Meeting hostet.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist die beste Alternative zur Logitech MeetUp 2?
Für Räume mit Tischbestuhlung ist die Nuroum 360 Pro die konsequenteste Alternative, weil sie das Grundproblem der Wandbar löst: Sie filmt mit 360° aus der Tischmitte und sieht alle Plätze gleichwertig – auch die direkt „unter der Kamera". Kamera, 6-MEMS-Mikrofonarray und Lautsprecher stecken in einem Gerät, das per USB angeschlossen wird. Wer dagegen einen frontbestuhlten Schulungsraum hat, fährt mit der MeetUp 2 selbst am besten.
Reichen 120 Grad Sichtfeld für einen Huddle Room?
Nur wenn alle auf einer Seite sitzen. 120° decken etwa ein Drittel des Raums ab – der Bereich direkt unter der wandmontierten Kamera bleibt blind, und dort sitzen in kleinen Räumen häufig die aktivsten Gesprächspartner. Sobald ein Tisch beidseitig besetzt wird oder Stühle wandern, brauchen Sie entweder Disziplin beim Hinsetzen oder eine 360°-Kamera, die das Problem konstruktiv nicht entstehen lässt.
Ist die MeetUp 2 schlechter als die 360 Pro?
Nein, sie ist für einen anderen Raumtyp gebaut. Ihre Stärken – 4K-Auflösung, HDMI-Ausgänge, WLAN, 7 Meter Mikrofonreichweite – spielen aus, wenn der Raum eine klare Front hat und die Kamera fest montiert bleibt. Die 360 Pro gewinnt überall dort, wo der Raum rundum genutzt wird, spontan umgebaut wird oder mehrere kleine Räume ohne Montageaufwand ausgestattet werden sollen.
Brauche ich für die 360 Pro einen festen Raum-PC?
Nein. Die 360 Pro wird per USB-C (oder USB-A) an den Laptop angeschlossen, auf dem das Meeting läuft – Plug and Play, ohne Treiber. Zoom, Microsoft Teams und Google Meet erkennen sie als Kamera, Mikrofon und Lautsprecher. Details und aktuelle Konditionen finden Sie auf der Produktseite der 360 Pro.
Wie finde ich heraus, ob mein Raum Tisch- oder Frontgeometrie hat?
Stellen Sie sich zwei Fragen: Sitzen beim typischen Meeting Menschen auf mehr als einer Tischseite? Und wandern Stühle im Lauf der Woche? Zweimal ja heißt Tischgeometrie – und damit 360°-Kamera. Wenn dagegen alle immer zur selben Wand schauen, ist eine Videobar die passende Bauform. Für den Überblick über weitere Bauformen und Preisklassen hilft unser Konferenzkamera-Vergleich 2026, und für den Einzelarbeitsplatz statt des Raums unsere Webcam-Empfehlungen.


















































